Category: Pop

Herbert Grönemeyer: Tumult ***

Grönemeyer ist „stets bemüht“: um das poetische Niveau der Texte, um die Melodien und Harmonien, um die (auch politische) Aussage der Texte, ums Songwriting insgesamt. Auch ums zeitgemäße Arrangement. Und die Bemühung ist oft erfolgreich und aller Bewunderung wert. Und gleichzeitig ist das Ergebnis unausgewogen – die Songs zum Teil zum Drüberweghören, die Metaphern schräg, die Aussagen verschwommen. Tatsächliche Highlights sind für mich nicht dabei.

Jeff Tweedy: Warm ***

Feine Folk-Pop-Rock-Platte mit austarierten Sounds und eindrucksvoller Stimme

The 1975: A Brief Inquiry Into Online Relationships *****

An diesem Album scheinen sich die Geister zu scheiden. Ich finde gerade den Kontrast zwischen fast radiotauglichen 80er-Pop-Songs und den Teils mehrstimmigen Autotune-Experimenten sehr reizvoll und Up-To-Date.

Coconami: Saikai ****

Herrlicher Quatsch mit Spielzeuginstrumenten unter Verwendung von Liedern anderer Leuten

Pranke: Monkey Business ****

Welch herrliches Gefrickel! Manchmal anstrengend, oft erstaunlich, immer kreativ und klangsinnig

John Grant: Love Is Magic ****

Klingt oft wie ein frühes Computerspiel – und das meine ich positiv: Kreativer Einsatz von Synthesizern, dazu cooles Songwriting und eine tolle Bariton-Stimme

Roosevelt: Young Romance ***

Locker leichte elektronische Tanzmusik; klingt manchmal nach den frühen a-ha und manchmal nach Daft Punk mit Nile Rogers – was mir beides gefällt […]

Ed Motta: Criterion Of The Senses ***

Guter alter smoother Pop-Jazz a la Steely Dan – mit ebenso vertrackten Melodien, Harmonien und Arrangements, mit einer Prise mehr Jazz und besserer Stimme (sorry, Donald Fagen!) […]

Alligatoah: Schlaftabletten, Rotwein V ***

Mehr vom selben – viel mehr! Akrobatik-Rap, näher am Kabarett als am Ghetto […]

Dota: Die Freiheit ****

Hervorragende Texte; eine Stimme, der einen nicht loslässt; intelligente, witzige Arrangements […]